Vernetzung naher Geräte sollte Infrastruktur sein
Das Internet hat Geräte verbunden, die eine halbe Welt voneinander entfernt sind. Doch zwei Geräte mit einem Meter Abstand können einander oft keine Datei reichen, ohne den Umweg über einen fremden Server zu nehmen.
Datenabschottung ist ein Geschäftsmodell, keine technische Grenze
Die Funktechnik ist nicht das Problem – dein Handy und dein Laptop beherrschen längst beide Wi-Fi und Bluetooth. Die Mauern sind kommerziell: AirDrop endet an Apples Zaun, Quick Share kommt nicht über Android und Windows hinaus, und jeder Handyhersteller liefert seine eigene, inkompatible „Teilen“-Funktion aus. Jedes Ökosystem behandelt das Teilen in der Nähe als Lock-in-Funktion statt als selbstverständliche Grundausstattung.
Sobald deine Geräte also zwei Ökosysteme überspannen, werden deine Daten auf einen Umweg von Tausenden Kilometern gezwungen – hinauf in eine Cloud, durch irgendjemandes Server, wieder herunter –, nur um ein Gerät in einem Meter Entfernung zu erreichen. Du bezahlst mit Bandbreite, mit Wartezeit und mit einer weiteren Kopie deiner Daten in fremden Händen.
Woran wir glauben
Eine Datei oder eine Zeile Text mit dem Gerät direkt neben dir zu teilen, sollte niemals über irgendjemandes Server laufen. Die Vernetzung naher Geräte sollte wie die fehlende lokale Schicht des Internets funktionieren: herstellerneutral, ohne Konto, von Grund auf offline.
Apple hat gezeigt, wie gut sich das anfühlen kann — Continuity, universelle Zwischenablage: auf dem Mac kopieren, auf dem iPhone einfügen — und hat es dann in eine einzige Marke eingesperrt. Wir bauen dieses Erlebnis für jede Gerätekombination: Dateien, Zwischenablage und irgendwann Bildschirm und Eingabe, zwischen jedem Smartphone, Laptop, Tablet oder Desktop — egal von welchem Hersteller.
Das Medium kann Wi-Fi, Bluetooth, NFC, USB oder ein QR-Code sein. Am Ende soll jedes Gerät dieselbe Sprache sprechen – ob groß oder klein, jedes Gerät ist ein gleichberechtigter Endpunkt.
Der Weg dorthin, in ehrlichen Etappen
Den Status von Infrastruktur verdient man sich, man behauptet ihn nicht. Hier stehen wir tatsächlich:
Die Brücke
Eine App für macOS, iOS, Android, Windows und Linux, die zusätzlich das in Android integrierte Quick Share spricht – die Gegenseite braucht Privli nicht einmal installiert zu haben. Heute ist Privli die herstellerneutrale Brücke zwischen den abgeschotteten Ökosystemen.
Vom Senden zum Fließen
Zwischenablage-Sync und vertrauenswürdige Geräte mit automatischem Empfang sind bereits da — Übertragen hört auf, eine Handlung zu sein: Screenshot am PC kopieren, direkt ins Chatfenster auf dem Handy einfügen. Jedes Gerät bestätigst du genau einmal; danach verschwindet Privli aus deinem Arbeitsfluss. Weitere Wege (QR-Code, NFC, USB) und Fähigkeiten (Bildschirmfreigabe, Tastatur und Maus, eine CLI) stehen auf der Roadmap.
Eine offene lokale Schicht
Unsere Richtung ist, die lokale Vernetzungsschicht offen zu veröffentlichen – Protokolldokumentation und eine minimale quelloffene Referenzimplementierung für eingebettete Systeme, damit Geräte vom Laptop bis hinunter zum Mikrocontroller mitmachen können. Infrastruktur muss über jede einzelne App hinauswachsen, auch über unsere.
Ein Datenschutzversprechen ist nur so viel wert, wie du selbst davon überprüfen kannst. Überprüfe unsere Versprechen selbst